Werkspur
Über mich
Banker. Coder. Entrepreneur.
Drei Begriffe, die auf den ersten Blick vielleicht nicht ganz zusammenpassen.
Für mich tun sie es ziemlich gut.
Banker beschreibt meinen Beruf.
Coder beschreibt meine Art, Probleme zu lösen.
Entrepreneur beschreibt meine Haltung.
Ich arbeite seit vielen Jahren in der Finanzbranche und bin heute Abteilungsleiter Kundenbetreuung bei der PSD Bank Karlsruhe-Neustadt. Dort führe ich Mitarbeiter, beschäftige mich mit Vertrieb, Beratung und Kundenprozessen und versuche gemeinsam mit meinem Team, Dinge ein Stück besser zu machen.
Das ist mein berufliches Zuhause. Aber es ist nicht alles, was mich interessiert.

Banker
Ich bin Banker aus Überzeugung.
Nicht, weil Banking besonders glamourös wäre. Mich reizt die Mischung aus Menschen, Wirtschaft, Entscheidungen und Verantwortung.
Heute besteht mein Alltag weniger darin, selbst Kunden zu beraten. Vielmehr schaffe ich Rahmenbedingungen, in denen andere gut arbeiten können. Ich führe Teams, entwickle Ideen weiter, treffe Entscheidungen, priorisiere Themen und versuche, aus vielen Einzelinteressen eine gemeinsame Richtung zu machen.
Dabei habe ich etwas gelernt, das weit über Banking hinausgeht:
Eine gute Idee allein verändert noch nichts.
Menschen müssen sie verstehen. Prozesse müssen funktionieren. Systeme müssen mitspielen. Es braucht Zeit, Kommunikation und manchmal eine gehörige Portion Geduld.
Vielleicht interessiert mich genau deshalb Technologie so sehr. Sie verspricht oft, Dinge einfacher zu machen.
Die spannende Frage ist nur, ob sie das am Ende wirklich tut.
Coder
Ich bin kein klassisch ausgebildeter Softwareentwickler. Trotzdem baue ich seit vielen Jahren Dinge mit Software.
Angefangen hat es mit Excel. Irgendwann reichte es mir nicht mehr, Tabellen nur zu benutzen. Ich wollte verstehen, was damit möglich ist. Daraus entstanden eigene Rechner, Auswertungen und später ein Vertriebsdashboard.
Dann kam VBA. Und irgendwann Python.
Mit jedem Schritt verschob sich die Grenze zwischen:
„Das müsste jemand einmal bauen.“
und:
„Warum versuche ich es nicht selbst?“
Ich programmiere nicht, weil ich unbedingt programmieren möchte. Ich programmiere, weil ich eine Idee habe.
Manchmal geht es um ein Problem aus dem Arbeitsalltag. Manchmal um Basketball. Manchmal nur um eine Frage, bei der ich wissen will, ob sie sich technisch lösen lässt.
Nicht alle Projekte waren gut. Nicht alle wurden fertig. Manche würde ich heute komplett anders bauen.
Aber jedes hat mir etwas beigebracht.
KI verändert die Spielregeln
Generative KI hat mir einen neuen Zugang zum Entwickeln eröffnet.
Vieles, was früher an fehlender Zeit oder fehlendem technischen Wissen gescheitert wäre, lässt sich heute ausprobieren. KI nimmt einem die Arbeit nicht ab. Aber sie verschiebt ziemlich dramatisch die Grenze dessen, was ein einzelner Mensch umsetzen kann.
Das interessiert mich nicht nur technisch, sondern auch als Mensch, der jeden Tag in einer echten Organisation arbeitet:
Was passiert, wenn KI nicht mehr nur ein Chatfenster ist?
Wie arbeiten wir künftig mit mehreren spezialisierten Agenten? Welche Aufgaben geben wir ab? Welche Entscheidungen behalten wir selbst?
Und wie bringt man solche Systeme in Unternehmen, in denen Verantwortung, Datenschutz, Prozesse und Governance nicht optional sind?
Mit diesen Fragen beschäftige ich mich gerade sehr intensiv.
Was ich gerade baue
Eines meiner aktuellen Projekte ist Verksum.
Die Idee: Statt ständig einzelne KI-Werkzeuge zu bedienen, möchte ich ausprobieren, wie sich Arbeit verändert, wenn man mit einem virtuellen Team zusammenarbeitet – mit unterschiedlichen Rollen, Aufgaben, Projekten und gemeinsamem Kontext.
Vielleicht wird das irgendwann so selbstverständlich, wie wir heute mit menschlichen Kollegen zusammenarbeiten.
Verksum ist noch kein fertiges Produkt. Es ist ein Experiment.
Und genau deshalb möchte ich darüber berichten: nicht erst, wenn alles funktioniert, sondern auch darüber, was nicht funktioniert.
Ein anderes Projekt heißt ArcShot.
Ich bin Basketballtrainer und habe mich irgendwann gefragt, ob man die Wurfbewegung eines Spielers aus einem normalen Smartphone-Video analysieren könnte:
Abwurfwinkel. Timing. Bewegungsablauf. Technische Auffälligkeiten.
Aus einer kleinen Idee wurde ein Softwareprojekt. Ob daraus irgendwann ein Produkt wird, weiß ich noch nicht.
Aber das ist für mich auch nicht die wichtigste Frage.
Die spannendere lautet:
Kann ich es bauen?
Entrepreneur
Der dritte Begriff in meinem Claim braucht wahrscheinlich die meiste Erklärung.
Ich habe aktuell kein Unternehmen. Ich bin angestellt. Und trotzdem empfinde ich Entrepreneur als einen Teil meiner Identität.
Denn für mich beginnt Unternehmertum nicht mit einem Handelsregistereintrag. Es beginnt mit Verantwortung: für die eigene Zeit, die eigene Entwicklung, Entscheidungen und Risiken.
Wir alle verwalten ein knappes Portfolio aus Zeit, Energie, Wissen und Aufmerksamkeit. Wir entscheiden ständig:
Worin investiere ich? Was lasse ich sein? Was lerne ich? Welches Risiko gehe ich ein? Und wo möchte ich eigentlich hin?
So versuche ich auch mein eigenes Leben zu betrachten. Nicht als perfekt ausgearbeiteten Plan, sondern als Reise mit einer groben Richtung.
Ich habe einen Beruf, den ich mag. Ich habe Verantwortung, Familie und Hobbys.
Und gleichzeitig gibt es diesen Teil in mir, der immer wieder fragt:
Was wäre noch möglich?
Vielleicht wird aus einem meiner Projekte irgendwann ein Unternehmen. Vielleicht entsteht etwas völlig anderes. Vielleicht verdiene ich irgendwann mein Geld mit etwas, das heute nur als Idee auf meinem Bildschirm existiert.
Ich weiß es nicht.
Und genau das macht es interessant.
Warum diese Website existiert
Diese Website ist mein Platz für all diese Dinge.
Nicht als Hochglanz-Lebenslauf. Nicht als Expertenplattform. Und auch nicht als Versuch, jeden Tag irgendeine Meinung ins Internet zu stellen.
Ich möchte hier dokumentieren, was mich beschäftigt, was ich baue und was ich lerne. Was funktioniert – und was nicht.
Mal geht es um Software und KI. Mal um Banking und Führung. Mal um Basketball. Und manchmal einfach darum, wie sich eine Idee langsam in etwas verwandelt, das vorher noch nicht existiert hat.
Ich möchte dabei nicht so tun, als hätte ich bereits alle Antworten. Mich interessiert das Ausprobieren.
Der Weg von:
„Eigentlich müsste man …“
zu:
„Ich habe es einfach mal gebaut.“
Vielleicht ist genau das der gemeinsame Nenner hinter meinem Claim:
Banker. Coder. Entrepreneur.
Nicht drei Berufe.
Drei Rollen.
Und drei unterschiedliche Arten, auf dieselbe Frage zu schauen:
Was kann ich aus dem machen, was vor mir liegt?